Meldung vom 15.12.2014 10:11:31
Der Landschaftspflegeverband Regensburg zeigt, wie’s geht
Seit über 20 Jahren ist der Landschaftspflegeverband Regensburg tätig. Höchste Zeit also, dem Kreistag des Landkreises die Tätigkeiten des Verbandes wieder mal nahe zu bringen. Auf Einladung der Landrätin und 1. Vorsitzenden Tanja Schweiger begab man sich auf eine herbstliche Rundfahrt zu sehenswerten Arbeitsgebieten des Verbandes. Teilnehmer der Reise waren die Fraktionsführer des Kreistages, die Mitglieder des Umweltausschusses und die Vorstandschaft des Landschaftspflegeverbandes Regensburg.

Der Geschäftsführer Josef Sedlmeier, seine Mitarbeiter Martina Wagner und Josef Schütz erklärten an den einzelnen Orten die Hintergründe und Ziele der Pflegearbeiten. Auf dem Brandlberg in Regensburg wurden die Besonderheiten der Magerrasenpflege erläutert. Gerade für die Stadt Regensburg hat dieses Biotop aufgrund seiner Einzigartigkeit an Pflanzen und Tieren eine herausragende Bedeutung, was Bürgermeister Jürgen Huber bestätigte.

Teilnehmer der Informationsrundfahrt 2014
Fotograf: Herr Hossfeld
Josef Schütz vom Landschaftspflegeverband erläutert die Pflegemaßnahmen am Geschwellbach bei Wörth a.d. Donau. Mit auf dem Bild (v.l.) Marianne Läpple (Bund Naturschutz), Josef Schütz (Landschaftspflegeverband), Alois Dürr und Harald Stadler (Kreisräte), Bürgermeister Jürgen Huber (Stadt Regensburg), Rita Blümel (Kreisrätin), Irmgard Sauerer (Bürgermeisterin Gem. Brennberg und Kreisrätin), Johann Mayer (2. Vorsitzender LPV), Christian Kindl (Bürgermeister Markt Schierling und Kreisrat), Hajo Drießle (Landesbund für Vogelschutz), Josef Sedlmeier (Geschäftsführer LPV) und Erich Dollinger (Kreisrat)


Im Gschwellbachtal bei Wörth a.d. Donau konnte naturverträglicher Hochwasserschutz und neu geschaffener Biberlebensraum besichtigt werden. Die Stadt Wörth hatte hier in vorbildlicher Weise große ehemalige Wiesenflächen an die Natur und damit auch dem Biber zurückgegeben. Ein Stück Urdonautal offenbarte sich der Besichtigungsgruppe in den Mintrachinger Auen bei Kleingilla . Hier existiert noch ein Seggenried, wie es sich früher in den Überschwemmungsgebieten der Donau über Quadratkilometer erstreckte. Der Landschaftspflegeverband hält diese Reststück frei von Gehölzbewuchs.
Moderner Hochwasserschutz beginnt bereits am Oberlauf an den kleinen Gewässern. Dieses Konzept zeigte der Verband bei Pfakofen. Dort wird durch ökologische Baumaßnahmen entlang von Gräben das Rückhaltevermögen in der Fläche gesteigert und gleichzeitig der schnelle Wasserzulauf in die Siedlungsgebiete und die Großen Flüsse gebremst. Bürgermeister Christian Kindl aus Schierling verwies auf umfangreiche Maßnahmen, die in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband im Tal der Großen Laber durchgeführt werden. Zum Schluss wurde noch eine Streuobstwiese bei Oberhinkofen besichtigt - eine der ersten Pflanzungen des Landschaftspflegeverbandes.

Hier erläuterte Sedlmeier das „Juradistl“-Konzept. Mit Hilfe von Partnern aus Produktion und Vertrieb, wie in diesem Beispiel die Firma Nagler als Kelterei, werden hochwertige Naturschutz-Produkte produziert, die den Wert der Landschaft zum Verbraucher bringen. Naturgemäße Landbewirtschaftung soll sich wieder lohnen und so unterstützt der Verband über die Marke Juradistl auch die Vermarktung von Weidelamm- und Weiderindfleisch. Beim Imbiss mit Juradistl-Lammpfefferbeißern und Juradistl-Apfelschorle konnten sich die Teilnehmer von der hohen Qualität der Produkte aus den Biotopen überzeugen. Am Ende waren alle Teilnehmer/innen voll des Lobes und freuten sich schon auf die nächste Rundfahrt.